SEKEM - eine Schnupperreise

Unser kurzer Trip nach SEKEM

Posted on 02 June 2020, by Thomas Laske

Nur wenige Tage lang konnten wir SEKEM erleben, bevor wir Ägypten wegen der Corona Pandemie verlassen mussten.

SEKEM-SCHNUPPER-REISE

Abends, Mitte März 2020 landeten wir in Kairo, durchliefen die Fiebermesskontrolle, besorgten unsere Visa, gingen zur Passkontrolle, kauften noch schnell die Simkarten und wurden schließlich vom Sekem-Fahrer herzlich begrüßt. Er fuhr uns in rasanter Fahrt zur Sekem-Farm, dort eine kurze Begrüßung, Zuteilung der Zimmer, ein kleiner Imbiss, dann Ruhe ... wir waren am Ziel.

Der kommende Tag verlief ruhig. Herr ...( Name vergessen)... zeigte uns Einiges von der Farm und erklärte etliche Gebäude und manche Einrichtung. Im Kindergarten z.B. sahen wir nur wenige Kinder mit ihren Erzieherinnen, in der Schule schöne, aber leere Klassenzimmer, in einem Werkraum ein paar muntere Jugendliche, die Seife herstellten. Anders war es in den Fabriken. Wir mussten, bevor wir eintraten, die Hände desinfizieren und konnten dann verschiedene Arbeitsabläufe, Produktionslinien und Planungen sehen. Er erläuterte uns was zu sehen war und schilderte, wie sich das Ganze entwickelt hat.

Wir aßen mittags in der Kantine und hatten den Rest des Tages zur freien Verfügung. Wir spazierten durch die schöne Anlage, betrachteten Blumen, Bäume und Vögel; wir sahen die Spuren des sehr kräftigen Regens, der ein paar Tage zuvor niedergegangen war. Spät am Abend saßen wir noch draußen und schauten zufrieden über die schöne Farm hin, als uns die Nachricht übermittelt wurde, dass Ägypten seine Flughäfen schließen wird und wir noch vorher ausgeflogen werden. (Corona lässt grüßen!) Uns blieben also noch zwei Tage ... also denn:

Wir besuchten unter der kundigen Führung von Frau Nihal die Pyramiden und hatten diese fast für uns allein. Parkplätze, auf denen sonst hunderte Busse standen, waren so gut wie leer. - Vielleicht war es früher so ähnlich um die Pyramiden herum gewesen, ohne viele Menschen in der weiten Wüste stehend und stumm zum Himmel zeigend. Es war ein Tag mit klarer Sicht und am Horizont bemerkten wir noch andere Pyramiden. Auch die Sphinx beeindruckte uns. Sie blickt immer noch in die Weite, kann aber heute den Menschen ins Zimmer schauen; so nah ist die Stadt an die Tempelanlage herangewachsen. Nach der Mittagspause ging es nach Sakkara. Hier war nun wirklich außer uns keiner mehr da. Das war schon ein besonderer Eindruck, die Anlage menschenleer vor sich zu haben. Ruhig führte uns Frau Nihal durch das Areal und machte uns auf Vieles aufmerksam. Der Tag klang auf der Sekem-Farm aus.

Unser letzter Tag. (leider) Es ging zum Archäologischen Museum in Kairo. Wir durchliefen wie so oft schon Fiebermesskontrollen und waren dann im Inneren des Museums - kein Schubsen, kein Drängeln, fast Stille. Wir verweilten vor den ausgestellten Exponaten und Frau Nihal brachte uns die Altägyptische Kultur wieder einen Schritt näher. So ging es durch die Säle, die wenigen Menschen huschten mit viel Abstand aneinander vorbei und verliefen sich im Museum. - Ganz anders der Basar, hier war Gedränge und Enge, aber unsere Reisebegleiterin versicherte uns, dass jetzt viel weniger Leute unterwegs seien als sonst. Wie zum Beweis zeigte sie auf Basar-Läden, die geschlossen waren. Es war für uns ein buntes Treiben und so manches Souvenir wurde erhandelt.

Wir standen während dieser kurzen Zeit immer wieder im Kontakt mit der Sekem-Reise-Leitung, mussten unsere Tickets und Pässe fotografieren und die Bilder verschicken, denn es wurde an der Umbuchung der Flüge gearbeitet; telefonische Kontakte entstanden zu Menschen, die mit der Farm verbunden sind. Schließlich mussten wir unsere Sachen packen und wurden früh morgens zum Airport gebracht. - Zwar kamen wir alle aus Berlin, doch konnte nur einer nach Berlin fliegen, die anderen mussten halt nach München. Es hieß, die Flugzeuge seien ausgebucht! - Doch in der Maschine nach München waren noch Plätze frei, ebenso in der nach Berlin. Komisch.

Die Reise war viel zu kurz und die Corona-Krise überall gegenwärtig. Dennoch vielen Dank an Alle, die uns unbeschadet da durchgeführt haben.

PS: Wir sind alle gesund geblieben!

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