SEKEM, Kairo und Luxor

Beginn einer wunderschönen SEKEM-Reise

Posted on 02 June 2020, by Steffen Haerlin

Die letzten touristischen Tage in Ägypten bevor das Land in den Covid-19-Schlaf versetzt wurde

Reisebericht – Sekem, Kairo & Luxor im März 2020

 

Menschenleere Sehenswürdigkeiten und eine Sintflut in der Wüste - eine spannende Reise kurz vor der Corona-Pandemie

Schon am Frankfurter Flughafen wurde deutlich, dass dies keine normale Reise werden würde, denn dort befanden sich kaum mehr Fluggäste in den Terminals. Auch der Flieger nach Kairo war nur noch zu einem Drittel mit Passagieren belegt. An diesem 8. März 2020 waren die ersten Auswirkungen der aufziehenden Corona-Pandemie bereits sichtbar.

In Kairo aber war davon noch nicht viel zu spüren: Auf den Straßen staute sich hupend der Verkehr und in den Gassen und Basaren des muslimischen Viertels drängten sich lärmend die Menschen. Das Leben schien seinen gewohnten Gang zu gehen. An den berühmten Attraktionen der ägyptischen Hauptstadt war der Schwund der internationalen Touristen allerdings schon offensichtlich, denn um die Pyramiden von Gizeh und Sakkara und im berühmten archäologischen Museum am Tahrir-Platz herrschte eine erstaunliche Leere, die von unseren kleinen Reisegruppe durchaus als Vorteil wahrgenommen wurde.

Darüber hinaus waren unsere Tourguides an den beiden Tagen in Kairo ganz vorzüglich und stellten die großartige Geschichte und Kultur ihres Landes lebendig und detailliert dar.

Schon die ausführliche Begehung des Sekemgeländes am ersten Tag war sehr informativ gewesen und machte uns mit den unterschiedlichen Bereichen der Sekem-Farm bekannt. Wir lernten dabei die Textilproduktion, die Verarbeitung der Heilkräuter, die Landwirtschaft und das Schulgelände näher kennen und bekamen einen guten Eindruck von dieser wunderbaren Oase am Rande der Wüste.

Leider fiel der letzte Tag meines Aufenthaltes in Sekem buchstäblich ins Wasser, denn es kamen derart sintflutartige Regenmengen vom dunklen Himmel, dass die Schulfeier und der wöchentliche Abschlusskreis ausfallen mussten. Eine langjährige Mitarbeiterin teilte mir beim Mittagessen mit, dass sie so heftige Regenfälle hier in den letzten dreißig Jahren nicht erlebt hatte. Vollends zum Abenteuer wurde am späten Nachmittag dann die Fahrt auf den überfluteten Straßen zum Flughafen, die teilweise nur noch in Schrittgeschwindigkeit und auf der weniger wasserreichen Gegenspur des Highways stattfand. Dank der Fahrkünste und Kaltblütigkeit meines Fahrers kamen wir wohlbehalten ans Ziel und ich zum (verspäteten) Weiterflug nach Luxor.

Die historischen Schätze Luxors waren überwältigend und deren Besichtigung, wegen der wenigen Besucher, ein exklusives Vergnügen. Das von Sekem-Reisen ausgewählte Hotel „Gezira Gardens“, auf der ruhigen Ostseite Luxors gelegen, war eine gemütliche Unterkunft mit freundlichem Personal, einem sehr hilfsbereiten Chef und guter Küche, die auf der Dachterrasse serviert wurde. Eine Fahrt mit einer Feluke (traditionelles Segelboot) auf dem Nil zur Abendstimmung rundete die Reise ab.

Dank der schnellen Reaktion des Hotelchefs Hassan und Herrn Kreuers bei der Umbuchung meines Rückfluges, erreichte ich am 18. März einen der letzten Flüge nach Frankfurt. Einen Tag später schloss die Regierung alle Flughäfen des Landes. Wenig später folgten die Museen und historischen Stätten. Nun hatte die Corona-Krise auch Ägypten erreicht.

 

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