Ägypten von Nord nach Süd

SEKEM, Luxor, Assuan

Posted on 01 December 2025, by Reisener, Langer

Erstaunliches SEKEM, altehrwürdiges Luxor, erfrischendes Assuan

Hallo Herr Kreuer,

die Reise war großartig. Alles hat prima geklappt, wir wurden überall herzlichst empfangen und bewirtet. Leider blieben Verdauungsprobleme körperlicher und geistiger Art nicht aus. Es war an manchen Stellen zu viel Input, aber wir hätten ja auch mehr Pausen einfordern können, aber Waldorflehrer sind sehr wissbegierig :)

Ganz herzliche Grüße an Hamo, unseren tollen Käpten, ich war sehr beeindruckt von seiner Persönlichkeit und von dem unberührten Nubischen Dorf. Und Hamo führt nicht jeden Touristen dorthin, um es auch so zu erhalten.

Die letzten Tage in Assuan auf dem Nil waren sehr erholsam und ich kann es nur dringend weiterempfehlen.

Vielen Dank für ihre Reiseorganisation und herzliche Grüße.

Hans Reisener

 

 

Reisebericht der Ägyptenfahrt vom 18.10 – 01.11. 2025 mit SEKEM Reisen

Es sei gleich am Anfang mit einem Blick auf die gesamte Reise gesagt: Wie hatten eine vielseitige Fahrt mit tief beeindruckenden Erlebnissen und Begegnungen, die noch deutlich nachwirken. Die gesamte Fahrt war perfekt geplant. Alle Vereinbarungen wurden von den Vertragspartnern eingehalten und darüber hinaus war man sehr bestrebt mit uns in ein Gespräch zu kommen und einen guten Kontakt mit uns zu haben. Zum Erleben mag beigetragen haben, dass wir eine kleine Reisegruppe von sechs Personen waren, die harmonierten und ganz ähnliche Interessen hatten, ohne sie vorher im Detail abzusprechen.

Unsere Fahrt begann hinter der dänischen Grenze mit einer Zugfahrt nach Kopenhagen, von wo aus uns ein Direktflug nach Kairo brachte. Gegen Mitternacht kamen wir im Guesthouse von Sekem  an, wo alles bestens vorbereitet war. Der Service und das Essen dort waren vorbildlich. Die Begegnungen mit den Mitarbeitern vor Ort erfüllten ganz unsere Vorstellungen und wir konnten nur staunen über die großartige Leistung, die dort über 40 Jahre geleistet wurde, um nicht nur die Wüste urbar zu machen, sondern über die Landwirtschaft hinaus eine neue Art von Gemeinschaft zu gründen, in deren Mitte der Einzelne und die Entfaltung seines Potentials steht, um seine Lebensaufgabe leisten zu können. Diese umfassende Aufgabe wird durch eine Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft erreicht. Das Ende unseres Aufenthaltes in Sekem nach fünf Tagen war das Begehen des Sekemfestes, an dem rund 1.000 Menschen aus Sekem, der Umgebung und einige Vertragsbauern, die biologisch-dynamisch anbauen, anwesend waren. Besonders berührend waren die Darbietungen der heilpädagogischen Kinder. In den Tagen dazwischen besuchten wir die Pyramiden, Sakkara und den Basar, sowie die Oase Fayum, wo wir sehr gastfreundlich von einem Bauern auf seinem Hof willkommen geheißen und mit eigenen Produkten bewirtet wurden. Nihel, unsere deutschsprachige Reiseleiterin und Kunstwissenschaftlerin hat uns durch ihre tiefer gehenden Kenntnisse der Kunst und der Gegebenheiten des Landes und seiner Bevölkerung vielseitige und vielschichtige Erfahrungen ermöglicht. Die gewaltigen Problemen des Landes, die Armut weitere Bevölkerungsteile, die Überbevölkerung, die Bildungsnot sowie die daraus resultierende Wirtschaftsschwäche, der Wassermangel, sowie die Raumnot, waren uns auch berührende Tatbestände. Die Initiative von Sekem erscheint auf diesem Hintergrund noch leuchtender und zukunftsträchtiger. Man kann ihr nur weiteren Erfolg wünschen, sowie eine rasche Verbreitung der Bio-dynmethode, die ein gesundes Leben und ein gesteigertes Einkommen für die Kleinbauern ermöglicht und damit heilend für die Not der Menschen und der Natur ist.

In der zweiten Woche besuchten wir Luxor, das Zentrum des Neuen Reiches mit seinen weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie der Karnaktempel und das Tal der Könige, sowie zahlreiche weitere

Denkmäler, deren Faszination wir uns nicht entziehen konnten.Wir wurden dort von unserem ebenfalls deutschsprachigen Reiseleiter Mohammed, der auch Archäologe war, mit viel Humor und Sachkenntnis durch die verschiedenen Orte geführt. 

Den letzten Teil der Reise bildete der Aufenthalt im Süden Ägyptens, in Assuan, wo wir auf der Nilinsel Elephantine im Nubian Guesthouse wohnten, das auf der von der Stadt abgewandten Seite lag und einen phantastischen Blick von der Dachterasse auf den Nil, das Mausoleum des Aga Khan und die Wüste bot. Das Leben auf der Insel zwischen den skulptierten Granitblöcken und Stromschnellen bot Kontakt zur Natur, speziell zu den Vögeln, den Reihern, Ibissen und großen Eisvögeln. Von dort wurden wir jeden Tag von Hamo, einem jungen, stolzen Nubier mit einem kleinen Boot, sowie mit einem Segelboot abgeholt und an wunderschöne Orte gebracht, so dass dieser Teil der Reise eher zum Ausruhen einlud. Man könnte noch lange über Kapitän Hamo, sein Schiff und die Erlebnisse in Nubien berichten, was aber den Umfang des Artikels deutlich sprengen würde.

Wer nicht nur an den typischen Standards von Pauschalreisen interessiert ist, sondern erlebnisreiche Begegnungen mit dem Land sucht, ist bei SEKEM Reisen richtig. 

 M. und A. Langer 

Flensburg den 30.11.2026

TEILEN SIE UNS IHRE ERFAHRUNG MIT

Das Teilen von Erfahrungen hilft anderen Menschen. In einer vernetzten Welt lernen wir alle voneinander. Gemeinsam können wir uns entwickeln und tragen zu einer positiveren und erfüllteren Gesellschaft bei.

Teilen Sie Ihr SEKEM & Ägypten Urlaubserlebnis und schicken uns Ihre Reisegeschichte zur Veröffentlichung online in diesem Journal.

Feedback