Eine Woche in SEKEM

Die Atmosphäre und den Geist SEKEMs intensiv miterleben

Posted on 10 July 2018, by Ursula Haberstroh

Ein für mich maßgeschneidertes Programm ohne Kairo und 'Must-sees' erlaubte mir völlig zu entspannen und mich ganz auf SEKEMs nachhaltiges Leben einzulassen.

Eine Woche in Sekem

Meine englischen und deutschen Freunde haben mich vor Reiseantritt gefragt, „wo“ und „was“ Sekem ist und „wodurch“ ich darauf gekommen bin. „Wo“ konnte ich ihnen direkt beantworten, „was“ nur durch die Newsletter mit den Berichten, die ich von Sekem erhielt und gelesen habe. „Wodurch“: Ich habe mich mit ägyptischen Freunden in London über ihr Land oft unterhalten und da kamen wir auch einmal auf die Wüste und Trinkwasserversorgung etc. zu sprechen. Daraufhin holte ich mir weitere Informationen durch das Internet und stieß so auf Sekem. Dies war vor 3 Jahren und seither las ich die Newsletter und Berichte von Sekem. Lesen oder selbst sehen und erleben ist ein Unterschied, und so buchte ich einen einwöchigen Aufenthalt in Sekem ohne Kairo Programm über Herrn Kreuers SEKEM-Reisen.

Nach einer anderthalbstündigen Flugverspätung, Kauf des Visas und Durchlaufen der Kontrollen im Flughafen, fuhr mich der Fahrer nachts um 23 Uhr zur Sekem Farm. Bei Einfahrt zur Farm zum Gästehaus haben mich die hochgewachsenen Bäume fasziniert. Viel habe ich natürlich in dieser Nacht nicht gesehen, doch habe ich einige Vögel gehört.

Am nächsten und übernächsten Tag führte mich Rafik durch die Sekem Farm und zeigte mir den Kindergarten, die Schule, die Ausbildungsstätten, das Krankenhaus sowie die Firmen Naturtex, Lotus und Isis. Für mich war es sehr interessant, all die Informationen von Rafik zu erhalten und es hat mich immer wieder zum Staunen gebracht, wie aus der anfänglichen Pionierarbeit eines Einzelnen, Herrn Dr. Ibrahim Abouleish, aus ein paar Hektar Acker nun eine solch große Farm mit eigenen Firmenbetrieben und Kooperation mit anderen ägyptischen Bauern geworden ist.

In den folgenden Tagen schaute ich mir noch die Gemüsefarm an, war bei den Kühen und Schafen, habe einen Tagesausflug nach Port Said unternommen, am gemeinsamen Wochenkreis und an einem interaktiven Vortrag über orientalische und westliche Musik teilgenommen, das gesunde reichhaltige Essen vor allem die Shurba (Suppe) im Gästehaus und in der Kantine genossen, angeregte Gespräche mit Mitarbeitern und einer Gruppe junger muslimischer Frauen beim Frühstück und Abendessen im Gästehaus geführt und „die Seele einfach baumeln lassen“ beim Lesen eines Buches oder bei einem Spaziergang über die Farm.

Wo auch immer ich auf der Sekem Farm war, begegnete ich Menschen, die gerne bereit waren, mir über Sekem und über ihre eigene Geschichte in Sekem zu erzählen und mich herumzuführen. Eigentlich habe ich immer schon die Bauern geschätzt, denn sie sind diejenigen, die physisch hart für unsere gute gesunde Ernährung arbeiten, solange wir dies für einen guten Preis entgelten und unsere Mentalität von „so billig wie möglich“ ändern.

Sekem ist einzigartig und ich bin überwältigt von der über die Jahre geleisteten Arbeit und den Bemühungen von Familie Abouleish und jedem einzelnen der vielen Mitarbeiter. Ich werde auf jeden Fall mit vielen neuen Einsichten und Inspirationen nach Deutschland zurückkehren. Sekem ist eine Oase des guten Willens und des Herzens in die richtige Richtung zum Gemeinwohl von allen.

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